Kapitel 7 · KI-Assistenten nutzen

Arbeiten mit KI-Assistenten

KI-Assistenten verändern die Softwareentwicklung grundlegend – schneller, interaktiver, aber auch mit neuen Herausforderungen.

Mit dem Einzug von KI-Assistenten hat sich die Erstellung von Programmen grundlegend verändert. Über einfache Anweisungen lassen sich ganze Programme generieren – in einer Geschwindigkeit, die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Was früher Tage oder Wochen dauerte, lässt sich heute in Stunden ausprobieren. Prototypen entstehen schnell, Varianten lassen sich einfach testen.

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Trotz aller Hilfe durch KI bleibt das kritische Denken eine wichtigste Kompetenz. Es empfiehlt sich, nur nachvollziehbare Lösungen zu verwenden.

Kritisch bleiben – die Rolle des Entwicklers

Trotz dieser Möglichkeiten sollte man KI-generierten Code nicht blindlings übernehmen. KI-Assistenten liefern plausibel aussehenden Code – aber ob er korrekt funktioniert, muss man selbst beurteilen.

Die eigene Rolle verschiebt sich: Man übernimmt die Funktion eines Produktmanagers oder Senior-Softwareentwicklers, der Anforderungen klar formuliert, generierten Code kritisch prüft, Funktionen gezielt testet und die Gesamtarchitektur im Blick behält.

Schrittweise vorgehen

Es empfiehlt sich, ein Programm schrittweise aufzubauen. So versteht man, wie die einzelnen Funktionen zusammenarbeiten – und wo Fehler oder unerwünschte Abhängigkeiten entstehen können.

marimo unterstützt diesen Ansatz besonders gut, da sich Programmteile zellenweise entwickeln und einzelne Zellen unabhängig testen lassen. Dadurch entsteht eine klare Struktur, mit dem der Entwicklungsprozess besser nachvollziehbar wird.

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Programme mit marimo sollten Zelle für Zelle aufgebaut und schrittweise getestet werden, damit Fehler früh erkannt werden können.

Prototypen mit KI und marimo

Die Kombination aus KI-Assistenten und marimo eignet sich ideal zur schnellen Erstellung von Prototypen. In kurzer Zeit entstehen funktionierende Anwendungen, die sich direkt ausprobieren und anpassen lassen.

Sollen diese Anwendungen mit andern geteilt werden, ist Feinarbeit gefragt: Struktur überprüfen, Code bereinigen und dokumentieren.

Geduld bei grösseren Projekten

Bei umfangreicheren Programmen ist Geduld gefragt. Ein bekanntes Problem: Code, der funktioniert hat, kann von KI-Assistenten bei späteren Anfragen verändert werden.

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KI-Assistenten neigen dazu, bei neuen Anfragen bereits funktionierenden Code zu verändern. Deshalb sollte in Modulen gearbeitet und fertige Bereiche geschützt werden. Änderungen sollten gezielt und isoliert eingeführt werden. Dadurch bleibt die Funktionsweise von Programmen besser nachvollziehbar.

Struktur bleibt wichtig

Trotz der vielen Möglichkeiten, die KI-Assistenten bieten, sollte man die Problemanalyse und die Softwarestruktur nicht aus den Augen verlieren. Schnelle Ergebnisse verleiten dazu, auf eine klare Architektur zu verzichten – das rächt sich spätestens bei der Weiterentwicklung.

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KI beschleunigt die Softwareentwicklung massiv, doch die Verantwortung für Analyse, Struktur und Qualitätssicherung bleibt weiterhin beim Softwareentwickler.